Das Sudhaus

Die Michels Eichsfelder Braumanufaktur

Seit 2013, im mittlerweile Zwei-Mann-Betrieb, brauen wir eine jährliche Ausstoßmenge von bis zu 750 Hektoliter Bier. Bei uns geht es ziemlich manuell zur Sache. Automatisch gesteuert wird nur der Maisch- und Kochprozess (um gleichbleibende Qualität und Reproduzierbarkeit der Produkte zu gewährleisten), sowie die Kältesteuerung der Gär- und Lagergefäße. Alles andere ist wie gesagt echte Handarbeit.

Michels Bierspezialitäten

Gebraut nach dem Natürlichkeitsgebot

Ich braue meine Biere nach dem Natürlichkeitsgebot, aber auch traditionell getreu dem Reinheitsgebot. Auf eines kommt es mir dabei aber besonders an: Egal ob Wasser, Hopfen, Malz, Hefe oder andere Zutaten, sie müssen absolut natürlich verarbeitet werden!


Wasser

Das Wasser ist einer der wichtigsten Rohstoffe des Bieres. Schließlich besteht Bier zu einem Großteil aus Wasser. Ich verwende das natürliche, regionale Wasser. So macht es mein Bier einzigartig.

Malz

Das Malz ist die gute Seele des Bieres. Malz wird aus verschiedenen Getreiden bereitet. Bei der Herstellung wird es unter genauer Beobachtung von Temperatur, Feuchtigkeit und Zeit künstlich zum Keimen gebracht. Hat es den gewünschten Lösungsgrad erreicht, wird es getrocknet und in Säcke verpackt. Beim Mälzen entstehen durch Stärkeumwandlung wichtige Enzyme, die im Sudhaus zur Würzebereitung benötigt werden.

Hopfen

Der Hopfen ist das Gewürz des Bieres. Bei mir kommen ausschließlich Aromahopfen zum Einsatz. Das ist nicht selbstverständlich. Aufgrund seines hohen Preises wird er kaum noch in der Industrie eingesetzt. Für mich ist der Hopfen essentiell und verleiht meinen Bieren das charaktervolle Aroma.

Hefe

Ohne die Hefe wird auch aus den besten Rohstoffen kein Bier. Sie setzt die alkoholische Gärung in Gang und verwertet den Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure. Damit hat Hefe einen großen Einfluss auf den Geschmack des Bieres.

Die Bierherstellung im Detail:

Das Malz

Schritt 1:

Das Mälzen

Nicht direkt zur Bierherstellung, dennoch essentiell, ist die Malzbereitung für uns enorm wichtig. Dabei wird das Korn geweicht, künstlich zum Keimen gebracht. Hierbei wird es mürbe gemacht, so dass wir an den Mehlkörper und deren Stärke gelangen. Des Weiteren werden sehr wichtige Enzyme gebildet, die für das Maischen gebraucht werden. Anschließend wird das Malz gedarrt. Es wird lagerfähig und bekommt seine Farbe sowie unterschiedliche Aromen.

Schritt 2:

Das Schroten:

Beim Schroten wird das Malzkorn (z.B. Gerste, Weizen, Roggen, Dinkel o.Ä.) aufgebrochen, zerkleinert und in unterschiedlich große Teile zerlegt.

Das Schrotten
Das Einmaischen

Schritt 3:

Das Maischen

Hierbei wird das geschrotete Malz mit Wasser vermischt und auf unterschiedlichen Temperaturstufen für bestimmte Zeiten gehalten. Während der Rasten arbeiten die gebildeteten Enzyme die vorhandene Stärke in vergärbare Zucker um.

Schritt 4:

Das Läutern

In diesem Prozessschritt werden die flüssigen von den festen, nicht in Lösung gegangenen Stoffen, vom Malz getrennt. Die Würze wird weiterverarbeitet und zurück bleibt der Treber. Dieser wird traditionell zur Tierfütterung verwendet.

Das Läutern
Die Würze kochen

Schritt 5:

Das Würzekochen

Das Würzekochen hat unterschiedliche Aufgaben. Wasserverdampfen, um die Stammwürze zu korrigieren, Sterilisation der Flüssigkeit, Ausfällen von Eiweiß und besonders wichtig das Hopfenkochen. Hierbei gelangen die Bitterstoffe und noch wichtiger die Aromastoffe des Hopfens ins Bier.

Schritt 6:

Die Würzeklärung

Durch tangentiales Einpumpen der heißen Würze in den Whirpool bildet sich am Boden der Heißtrub (Hopfen, ausgefälltes Eiweiß usw.). Die klare Flüssigkeit kann am Rand abgezogen und auf Anstelltemperatur gekühlt in den Gärtank überführt werden.

Die Würzeklärung
Die Gärung

Schritt 7:

Die Gärung

Die vorerst gekühlte Würze wurde belüftet und mit Hefe versetzt. Diese nimmt nun ihre Arbeit auf und verwertet die vergärbaren Zucker zu hauptsächlich Alkohol, Kohlensäure und anderen Gärnebenprodukten.

Schritt 8:

Die Nachgärung und Lagerung

Wenn die Hauptgärung abgeschlossen ist, wird das Bier gespundet. Hierbei bindet die Flüssigkeit das natürlich gewonnene CO² und bietet uns eine angenehme Rezenz. Auch für die Schaumkrone im Glas ist es mitverantwortlich. Durch die lange Reifezeit wird der typische Michels Geschmack ausgeprägt.

Die Lagerung
Die Abfüllung in Flaschen

Schritt 9:

Die Abfüllung

Das jetzt gereifte, fertige Bier ist bereit zum Abfüllen. In die Flasche gelangt das Bier durch einen sogenannten Füller. Bei diesem Prozess wird jede Flasche einzeln unter ein Füllventil gestellt, mit CO2 vorgespannt und gefüllt. So ist es möglich, in meiner Brauerei bis zu 400 Flaschen pro Stunde zu befüllen. Selbstverständlich fülle ich auf ihren Wunsch auch Fässer ab.

Nun ist das naturbelassene, traditionell hergestellte Bier der „Michels“ Eichsfelder Braumanufaktur e.K. trinkfertig!

Schritt 10:

Der Verkauf

Die Traditionelle Holzkiste für Traditionelles Bier!

Zwölf Flaschen „Michels“ finden Platz in unserer Bierkiste, die in erster Linie für den Eigenbedarf verkauft wird und das traditionelle Brauverfahren mit einer klassischen Holzkiste „wie vor 100 Jahren“ verbindet. Sie kaufen etwas Besonderes, das sich einfach nicht in einer Kunststoffkiste verpacken lässt.

Die traditionellen Holz-Bierkisten
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